From FEar to LOve

Handle ich gerade aus Angst oder aus Liebe?  

Ich glaube, dass wir Menschen oft vor dieser Frage stehen. Sie tarnt sich auch gerne als:  Warum zur Hölle mache ich das hier eigentlich?

 

Angst kann dabei vieles sein: die Angst zu scheitern, nicht dazuzugehören, andere zu enttäuschen oder anzuecken. Meist merken wir es gar nicht, wenn Angst die Richtung vorgibt.

 

Ich kenne das selbst sehr gut. Schon als Kind habe ich eigene Songs geschrieben. Musik zu machen hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Trotzdem bin ich nie auf die Idee gekommen, dass Musikmachen ein Beruf sein könnte. Für mich war das einfach etwas, das ich liebte. Und ich kannte keinen Erwachsenen, der seinen Job liebt. Ich war geprägt von einem Bild, das viele kennen: Arbeit nervt! Da wäre es doch vermessen, beruflich etwas zu tun, das man liebt.

 

 

Aus Angst vernünftig!

Also habe ich Entscheidungen getroffen, die von außen vernünftig aussahen, mich aber regelmäßig an den Rand des Burnouts brachten. Ich bin als Projektmanagerin die Karriereleiter hochgeklettert. Je weiter ich kam, desto deutlicher spürte ich: 

Das ist nicht mein Weg.

 

Ich musste mich zu sehr verbiegen, um dazuzugehören (ANGST).

Ich habe meine wahren Werte versteckt (ANGST). Und mir war klar: Wenn ich mich beruflich neu orientiere, dann mache ich Musik. Nicht, weil ich gegen mein bisheriges Leben war. Sondern weil ich die Liebe zur Musik nie vergessen habe.

 

Heute frage ich mich regelmäßig:

  • Warum mache ich das eigentlich?
  • Will ich das wirklich?
  • Oder denkt es in mir, dass ich das tun sollte?

So spüre ich recht schnell, wer da am Steuer sitzt.

 

Und was hat das jetzt mit Liebe zu tun?

Ich spreche hier nicht von romantischer oder spiritueller Liebe.

Mir geht es darum, ehrlich mit sich selbst zu sein. Offen und neugierig zu bleiben. Seinen eigenen Weg zu gehen, ohne den Weg anderer abzuwerten. Diese Liebe legt den Fokus darauf, etwas beizutragen – statt ständig etwas beweisen zu müssen.

 

Ich zum Beispiel mache Musik, weil ich sie liebe. Weil ich beim Songwriting viel über mich selbst lerne. Und weil ich mit meinen Songs andere Menschen berühren und inspirieren kann.

 

Was ist ein FELO?

Ein FELO ist ein Mensch, der sich entscheidet, sein Leben bewusst zu leben, statt blind den Erwartungen anderer zu folgen. 

Er hinterfragt was er tut und spürt in sich hinein. Und entscheidet selbst.

 

Manchmal bedeutet es, Nein zu sagen. Und manchmal bedeutet es, endlich Ja zu sagen zu etwas, das man sich viel zu lange verboten hat. From fear to love, das ist der Weg, den ich gehe.

 

Und wenn Du diesen Weg auch gehst, dann sind wir FELOs, ausgesprochen wie fellow - Weggefährten eben. Menschen, die selbstbestimmt leben wollen.

 

Und mehr aus Liebe handeln wollen als aus Angst.

© Rabea Dietz 2026 - Alle Rechte vorbehalten

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